Ein Mensch stirbt - die Hinterbliebenen müssen den Schmerz aushalten, die Trennung ertragen, die Trauer erleben und Abschied nehmen. Für jeden und jede sieht Abschied nehmen anders aus. Die Beerdigung/Bestattung ist dabei ein schwieriger Schritt, zugleich aber ein sehr bedeutsamer. Die christliche Bestattung hilft den Hinterbliebenen mit ihrer Trauer umzugehen.
Im Trauerfall
Sie haben akut einen Trauerfall zu beklagen - unsere Anteilnahme!
Nun ist sovieles zu tun und man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Neben der Verständigung eines Arztes und dem Anruf beim Bestatter ihrer Wahl ist nun auch die Frage, wie eine Beerdigung (Sarg) oder Bestattung (Urne) zu planen ist. Dabei unterstützen wir Sie gern. Gern bieten wir auch das Ritual der Aussegnung (siehe unten) an.
Bitte melden Sie sich bezüglich einer christlichen Trauerfeier oder wegen der Beerdigung/Bestattung auf einem unserer Friedhöfe zeitnah, um einen passenden Termin zu vereinbaren. Sie als Hinterbliebene, der Bestatter, die Mitarbeiter des Friedhofs und der/die Pfarrer werden versuchen Ihren Wunschtermin zu realisieren.
Der Bestattung geht ein Trauergespräch voraus – zwischen dem Pfarrer und den Angehörigen, im geschützten Rahmen der eigenen Wohnung oder im Arbeitszimmer des Pfarrers. Hier finden Erinnerung, Trauer und persönliche Fragen, zum Beispiel zur Gestaltung des Trauergottesdienstes ihren Platz.
Im Trauergottesdienst versammeln sich Angehörige, Freunde und andere Gemeindemitglieder um Abschied zu nehmen, Trost zu finden und an den Verstorbenen/die Verstorbene zu erinnern. Lieder und Gebete helfen, Worte zu finden. In der Trauerpredigt kommt ein Bibelwort - vielleicht eines, das dem oder der Verstorbenen wichtig war - und das vergangene Leben des oder der Verstorbenen noch einmal zur Sprache. Es ist Zeit Dankbarkeit auszudrücken und ggf. auch um Vergebung zu bitten.
Sie möchten einen anderen Pfarrer/eine andere Pfarrerin für die Trauerfeier mitbringen - vielleicht weil Sie einen besonderen Kontakt zu dieser Pfarrperson haben - bitte sprechen Sie dies vorher mit uns ab. Wir ermöglichen vieles, wollen aber gern informiert sein.
Aussegnung im Sterbehaus/Sterbezimmer
Den Tod im Haus zu haben oder ihm im Krankenhaus/Pflegeheim zu begegnen ist eine außergewöhnliche und meist belastende Situation, oft macht es einen auch hilflos. Dem will das Ritual der Aussegnung entgegentreten.
Früher war es üblich, die Verstorbenen zu Hause aufzubahren, Totenwache zu halten, zu trauern und so den ersten Schock zu verwinden – heute will man den Tod schnell aus dem Haus haben. Das sächsische Bestattungsgesetz ermöglicht es den Hinterbliebenen den/die Verstorbene(n) bis zu 24 Stunden im Haus zu behalten bzw. sogar den Leichnam aus dem Umfeld von Krankenhaus/Pflegeheim noch einmal nach Hause, in die vertraute und tröstliche Umgebung zu holen.
Bei einer Aussegnung kommt der Pfarrer ins Sterbehaus/Krankenhaus/Pflegeheim, eine Kerze wird entzündet, man betet gemeinsam z.B. aus den Psalmen, spricht das Vaterunser, über der/dem Verstorbenen wird der Segen gesprochen (daher der Name Aussegnung). Es ist Zeit sich zu verabschieden – mit Worten und Gesten. Erst dann wird der Leichnam vom Bestatter abgeholt. Gemeinsam wird so Trost und Hilfe erfahren, erste Überlegungen und Absprachen für eine Beerdigung/Beisetzung haben hier ggf. ebenso ihren Platz.
Friedhof
Unsere Friedhöfe geben der Trauer einen Ort und den Verstorbenen ein angemessenes Grab, an dem Hinterbliebene trauern können. Genauere Informationen über Lage, Grabarten und Preise erhalten Sie auf unseren Friedhofsseiten.
Die kirchlichen Friedhöfe stehen mittlerweile allen Personen offen - für eine Beerdigung/Bestattung ist die vorherige Krichenmitgliedschaft keine zwingende Voraussetzung mehr. Wünschen Sie eine christliche Beerdigung, ist allerdings die Mitgliedschaft des anmeldenden Hinterbliebenen in der Kirche Voraussetzung. Weltliche Trauerfeiern mit freiem Redner sind in den Friedhofskapellen und am Grab möglich, die Kirchgebäude können wir dafür leider nicht zur Verfügung stellen.
Hinweis: Auf unseren Friedhöfen finden Beerdigungen/Bestattungen samt Trauerfeiern bzw. Trauergottesdienste ausschließlich montags bis freitags statt und sind samstags und sonntags nicht möglich. Etwaige abweichende Praxis der vergangenen Jahre oder Sonderregelungen sind nicht mehr möglich - von diesbezüglichen Anfragen bitten wir Abstand zu nehmen. Dies dient dem Arbeits- und Gesundheitsschutz unserer eigenen Mitarbeitenden und der beteiligten Bestatter, Floristen etc. Wir halten damit auch Absprachen mit en anderen kirhclichen und kommunalen Freidhöfen ein,
unsere Hoffnung
Am Ende sind wir alle gleich - jeder von uns muss sterben. Der Tod ist der Gleichmacher. An dieser biologischen Tatsache kommt niemand vorbei.
In Jesus Christus aber ist der Tod besiegt, ER hat dem Tod die Macht genommen und hat vorallem das letzte Wort. ER ist als erster auferstanden, und durch IHN dürfen auch alle auferstehen, die an IHN Glauben (Joh 14/1.Kor. 15).
Christen glauben, dass der Tod nicht das Ende ist, unser Leben nicht im Grab endet und der Freidhof nicht der letztgültige Bestimmungsort ist.
Gott spricht: Siehe ich mache alles neu! In seiner Ewigkeit wird es weder Leid, noch Geschrei noch Schmerz mehr geben, alle Tränen wird er trocknen und es wird den Tod nicht mehr geben.